Historie
Von 1902 bis heute – die apoBank wird am 19. Dezember 2022 120 Jahre alt und nimmt als Bank der Gesundheit Kurs in Richtung Zukunft.
Der Herkunft verpflichtet – an der Zukunft orientiert
Jahrzehnte voller bewältigter Herausforderungen und spannender Begegnungen. Mit engagierten Wegbegleitern, vielen erfolgreich ergriffenen Chancen und historischen Wendepunkten, an denen es die Weichen vorausschauend zu stellen galt. Erst im Kaiserreich, später beim Wiederaufbau des deutschen Gesundheitswesens nach den Weltkriegen, nach der Wiedervereinigung und heute bei der Digitalisierung: die apoBank nimmt als Bank der Gesundheit Kurs in Richtung Zukunft.
Seit mehr als 120 Jahren gemeinsam stark
Von Danzig nach Düsseldorf, von der Apotheker-Genossenschaft zur Universalbank für alle Heilberuflerinnen und Heilberufler: Highlights aus über 120 Jahren Bankhistorie.
Die Gründerjahre ab 1902
Mit 11 Mitstreitern legt Richard Oskar Mattern 1902 in Danzig den Grundstein für die apoBank. Die Idee, als Genossenschaft füreinander einzustehen und faire Kredite für Heilberufler bereitzustellen, überzeugt schnell mehr Standeskollegen. Die KREDA („Kreditverein deutscher Apotheker“) floriert, mit vereinten Kräften bewältigt man die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg. In den 1920ern, inzwischen nach Berlin umgezogen, trägt das Unternehmen maßgeblich zur Stabilisierung der deutschen Apothekenlandschaft bei. In der Zeit des Nationalsozialismus wird es mit der Kreditgenossenschaft Deutscher Apotheker (SPARDA) verschmolzen.
Ab 1948: Zeit des Wirtschaftswunders
1948 zunächst als Westdeutsche Apothekerbank wiedergegründet, geht die Bank rasch auf Wachstumskurs: Sie öffnet sich für Ärzte und Zahnärzte, kooperiert mit Standesorganisationen der Heilberufler und weitet ihr Angebot aus. Bereits 1952 lassen sich fast alle Kreditwünsche erfüllen. Die Zahl der Mitarbeitenden verfünffacht sich in wenigen Jahren: Während das Team im Jahr 1952 noch 23 Kolleginnen und Kollegen umfasst, arbeiten 1960 bereits 115 Menschen in der Bank. Durch das schnelle Wachstum baut sich das bundesweite Filialnetz weiter aus. Die „Apotheker- und Ärztebank eGmbH“ um Bankdirektor Paul Schröder bezieht ihre neuen Geschäftsräume in der Königsallee.
1961
Mit ihren Leistungen rund um Existenzgründung, Anlage und Vorsorge wächst die Bank kontinuierlich. Immer mehr Heilberufler, überzeugt auch von steigenden Dividenden, werden Mitglieder der Genossenschaft. Zu dieser Zeit wurden über 10.000 Kundinnen und Kunden und 6.000 Mitglieder in 14 Niederlassungen betreut. Die Bilanzsumme belief sich auf 65 Millionen D-Mark. Statt der früheren Generalversammlung gibt es ab 1961 deshalb eine jährliche Vertreterversammlung, in der Abgesandte der Berufsgruppen mitentscheiden.
Die 1970er: Modernisierung und Börsenpräsenz
1972 überschreitet die Bilanzsumme der apoBank erstmals die Marke von 1 Milliarde D-Mark und entwickelt sich zur größten genossenschaftlichen Primärbank Deutschlands. Die Bank setzt Beratungsprogramme auf, um Heilberufler mit ökonomischem Wissen zu versorgen und richtet 1974 einen Beirat ein, um ihre Ideen noch besser zu berücksichtigen. Ende der 1970er wird sie an der Börse aktiv. 1979 bringt sie die erste Inhaberschuldverschreibung auf den Markt. Walter Schlenkenbrock war damals Vorstandsvorsitzender der Bank.
Ab 1980: Wachstum und Wiedervereinigung
Feldversuche mit Geldautomaten und der BTX-Technologie, dem Vorläufer des digitalen Banking, eröffnen den Kunden Zugang zu modernen Services und münden bald in ein flächendeckendes Angebot. Mit eigenen Sparobligationen an der Düsseldorfer Börse und Genussscheinen wird die apoBank zum Pionier unter den Genossenschaftsinstituten. Nach der Wiedervereinigung eröffnet sie binnen kürzester Zeit zehn Filialen in Ostdeutschland, so auch eine Filiale in Berlin.
1997
Mitgliederzahlen (85.000), Einlagen (ca. 21 Milliarden D-Mark) und Kreditvolumen (19 Milliarden D-Mark) erreichen bis Ende der 1990er Jahre Höchstwerte. Bei den ersten Bewertungen durch Moody’s und Standard & Poor’s bekommt die apoBank gute Noten. Um mit dem Wachstum Schritt zu halten, führt sie eine regionale Steuerung ein – und modernisiert weiter: 1995 geht in Berlin die erste Selbstbedienungsgeschäftsstelle in Betrieb. Ab 1996 können die Kundinnen und Kunden über apoDialog Telefonservices nutzen, ab 1997 steht ein mobiler Außendienst bereit.
Aufbruch ins neue Jahrtausend
Die apoBank startet mit einer klaren Strategie ins 21. Jahrhundert: Sie ergänzt die Beratung in den mittlerweile 48 Filialen durch innovative Online-Services und baut die Kompetenz im Wertpapiergeschäft aus. 2002 feiert das Unternehmen seinen 100. Geburtstag, 2004 folgt der Umzug in die neue Hauptverwaltung. Über 113 Millionen Euro Jahresüberschuss erzielt die Bank im Jahr 2007 – so viel wie noch nie in der Firmengeschichte. Doch kurz darauf fordert die Finanzkrise ihren Tribut: 2009 muss der Vorstand einmalig ein negatives Geschäftsergebnis bekanntgeben.
Von 2010 bis heute
Wieder in sicherem Fahrwasser, schärft die apoBank ihr Profil und nimmt die Bedürfnisse von Studierenden und Angestellten in den Heilberufen stärker in den Blick. Sie weitet ihr Engagement in der Vermögensverwaltung und im Assetmanagement aus. Heute sind rund 115.000 unserer Kundinnen und Kunden auch Mitglieder. Eine stolze Zahl.
Wir ermöglichen, dass unsere Kunden sich aufs Wesentliche konzentrieren können: Das treibt die Bank der Gesundheit an. Deshalb setzen wir auf ein besonderes Geschäftsmodell und übernehmen Verantwortung – unserer Herkunft verpflichtet, an der Zukunft orientiert.